Gartentipps Mai 30.04.2018 14:58

Der Mai macht alles neu! Viele Pflanzen blühen im Mai in voller Pracht. Mit diesen Voraussetzungen ist es ein Leichtes ein schönes farbenfrohes Mitbringsel für einen Geburtstag oder den anstehenden Vater- und Muttertag zu finden. Außerdem ist der Mai ein hervorragender Monat für alle Arbeiten im Freien, die der Vegetation des Sommers den Weg ebnet. In diesem Beitrag schneiden wir einige zeitlich passende Gartentipps des Mais an.

Gartentipps

Aussähen im Freiland

Sehr viele Gemüse- und Kräuterpflanzen können ab Mai ins Freiland gesät werden. Die geringen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erlauben ein nahezu problemloses Aufziehen der Nutzpflanzen. Beispiele sind: Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina), Tomate (Solaneum lycopersicum) oder Kürbis (Cucurbita maxima ’Red Hokkaido’).

Pflanzzeit Azaleen und Rhododendren

Die Frühlingsmonate sind ideal, um viele Rhododendron und Azaleen-Arten zu pflanzen. In den warmen, regnerischen Tagen und Wochen des späten Frühlings fühlen sich die Rhododendron-Arten sehr wohl. Unter diesen Bedingungen bleibt den prächtigen und größtenteils immergrünen Pflanzen genug Zeit um anzuwurzeln. Viele der Sorten stammen ursprünglich aus Indien, China und Japan. Sie mögen deswegen keine kalkhaltigen Böden und Trockenheit. Man sollte immer die ganzjährigen Gegebenheiten des Standorts für eine neue Pflanze beachten. Dazu gehören Wind, Sonneneinstrahlung und Bodenfeuchtigkeit.

Schutz vor Spätfrost

In einigen Regionen Deutschlands kommt es selbst im Mai noch zu starkem Frost. Als geläufiger Zeitpunkt werden die Eisheiligen angegeben, die den letzten Frost des Frühlings markieren sollen. Wird eine klirrend kalte Nacht erwartet, sollten Rosen, einjährige Stecklinge, sehr junge Gehölze, Obst- und Gemüsepflanzen mit Vliesen und Tüchern geschützt werden. Oft genug passiert es, dass ganze Ernten bereits vor der Fruchtreife durch Frost zerstört werden. Die Blüten der Kirsch-, Apfel- und Birnenbäume erfrieren und es kann nicht zur Bestäubung kommen, somit auch nicht zur Ausbildung der leckeren Früchte.

Kompost anlegen

Ein gern genutztes Hilfsmittel ist ein ordentlich gepflegter Komposthaufen. Für die Vorbereitung bedarf es etwas Platz, einen stabilen Rahmen, Grünschnitt vom Rasenmähen oder von den gerade geschnittenen Sträuchern und einem Kompoststarter. Die Möglichkeiten Komposte zu gestalten, bautechnisch auszuführen und biochemisch zu kontrollieren sind sehr vielfältig. Allem voran geht das Ziel eine nahrhafte Erde zu erhalten, die als Dünger und Substrat für stark zehrende Pflanzen genutzt werden kann. Die Startkultur gibt es im Handel erhältlich oder man fragt einen glücklichen Kompostbesitzer, ob es möglich wäre eine Schubkarre Startkulturen zu bekommen.

Balkontipps

Balkonpflanzen müssen mehr beachtet und gepflegt werden, als ihre in Beeten oder der Natur wachsenden Artgenossen. Der Wind auf Balkonen zerrt an den Pflanzen, die Frostschäden sind größer, weil die Kälte einfacher in die verhältnismäßig kleinen Töpfe eindringt, als in die Erde eines Beetes. Außerdem können die Trockenheit oder Staunässe auf Balkonen im Sommer zu größeren Problemen werden.

Tote Pflanzen entfernen

Balkonpflanzen sterben deswegen leider öfter, als gedacht. Diese toten Pflanzen sollten aus Balkonkästen entfernt werden, weil sie potentielle Verwesungsquellen sind. Schimmel und Pilze sind das Letzte, was man sich an seiner Frühlingsbepflanzung wünscht. Die entstandenen Löcher werden danach einfach ein wenig vergrößert und mit neuer Erde und neuen Pflanzen wieder aufgefüllt. Sterben mehrere Pflanzen, so sollte man den Balkonkasten neu bepflanzen und folgende Tipps beachten.

Balkonkästen richtig bepflanzen.

Staunässe und Trockenheit, die stärksten Gegensätze, sind durch einige Tricks einfach zu vermeiden. Einige Balkonkästen haben bereits einen doppelten Boden eingebaut und sind für diese Extreme gut ausgerüstet. Dieser Boden dient der Vermeidung von stehendem Wasser, indem die Wurzeln nicht permanent in Wasserkontakt sind. Wer diesen Balkonkasten nicht hat, sollte eine 3-5cm starke Schicht aus Blähton vor der Bepflanzung in den Kasten integrieren. Es gibt auch im Handel erhältliche Lösungen aus Schaumstoff für diese Problematik. Die Wasserzufuhr kann garantiert werden, indem man eine mit Wasser gefüllte Flasche mit kleiner Öffnung offen und kopfüber in die Kästen steckt und befestigt. Die Pflanzen nehmen sich dann so viel Wasser, wie sie benötigen.

Balkon und Wetterschutz

Wie angedeutet sind Balkone stärkeren Winden ausgesetzt. Dafür kann man sich entweder einen wachsenden Windschutz aus Bambus (Fargesia rufa) oder Ziergräsern, wie der Rutenhirse (Panicum virgatum) einpflanzen. Auch mit hängenden Windschutzplanen oder starren Windfängern – oft sind es Holzzaunfeldern zum aufstellen – kann der böige Wind ein wenig gedämpft werden.

Zimmerpflanzentipps

Mit dem Frühling und dem sich ankündigendem Sommer verändern sich die Verhältnisse für einige Zimmerpflanzen. Fenster bleiben länger offen, mehr Sonne dringt durch die Fenster und die Gieß- und Düngeperioden verkürzen sich drastisch. Mit den warmen Monaten ist auch ein rasantes Wachstum zu erwarten. Man sollte deswegen darauf achten allen Pflanzen genügend Platz zukommen zu lassen. Werden Nachbarpflanzen einmal so groß, dass sie andere Pflanzen beschatten, sollte man über eine andere Zusammenstellung nachdenken. Einige Pflanzen mögen keine direkte Sonne und können gut an solche Standorte gewöhnt werden.

Orchideenpflege im Sommer

Orchideen sollten, falls man ihnen einen im Winter hellen Standort zugesprochen hat, wieder an einen hellen aber auf keinen Fall vollsonnigen Standort zurückgestellt werden. Die direkte Sonne wird von der Orchidee, die an Baumstämmen und in den schattigen Baumkronen des Dschungels beheimatet ist, überhaupt nicht gemocht. Außerdem sollten Orchideen regelmäßig gegossen werden. Dafür einfach die Pflanze aus dem Übertopf nehmen, diesen dann mit kalkarmem Wasser füllen, die Pflanze wieder hinein und ihr ungefähr 30 Minuten Zeit geben, um sich vollzusaugen. Einige Orchideenfreunde bestehen darauf, dass diese Methode die einzig Wahre sei.

Zimmerpflanzen groß und klein

Es braucht viel Zeit seine Zimmerpflanzen, wie die Strahlenaralie (Schefflera arboricola) oder eine  Yuccapalme (Yucca elephantipes) auf eine stattliche Größe zu bringen. Dabei hilft es seinen grünen Freunden im Sommer einen Platz auf dem Balkon oder einem dauerhaft sehr hellen Standort zu geben. Für eine gleichbleibende Lichtzufuhr sollten mehrere Zimmerpflanzen ihrer Größe nach positioniert werden, ähnlich dem Prinzip des Familienfotos: die großen nach Hinten. Aber Achtung: Kleine Zimmerpflanzen hingegen neigen direkt am Fenster dazu, durch den Lupen-Effekt des Glases, zu verbrennen oder zu vertrocknen. Verbrennungen zeigen sich als gelbe oder braune Ränder, dem Verlust von Farbe und Standhaftigkeit des Blattwerks. Für den Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) sind diese Umstände überhaupt kein Problem.

Wir freuen uns über die vielen Farben und Formen des Frühlings und hoffen dies mit hilfreichen Tipps vermittelt zu haben. Besteht noch mehr Interesse für Pflanzen lohnt es sich unseren Shop zu besuchen.


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